• Jale

Wenn das Glück an der Türe klopft


Ich laufe durch das Leben,

Schritt für Schritt – Stufe für Stufe

klettere ich von Ziel zu Ziel.

Ich weite meinen Blick,

suche krampfhaft nach Wundern

des Lebens.

Von Zeit zu Zeit

erfreue ich mich an kleinen Zeichen

und werde hoffnungsvoll.


Wenn das Glück zum Greifen nah ist,

ich es riechen kann, es ständig

an der Türe klopft

- hämmert -

und mich anfleht,

hereinzukommen,

ergreift mich die Panik:

Was ist überhaupt mein Glück?

Will ich dieses Etwas überhaupt?

Ist mein Leben nicht schon gut genug?


Ich laufe auf die Türe zu, mit ängstlicher

Neugierde blicke ich durchs Schlüsselloch,

erahne Umrisse meines Glücks.

Das Bild setzt sich zusammen

wie ein Puzzle, mit jeder Sekunde

erahne ich das große Ganze.


Ich öffne die Türe einen Spalt, inhaliere

den Geruch des Glücks,

Übelkeit steigt in mir empor und

Ich schlage die Türe mit einem

dumpfen Knall wieder zu.

Nur, um sie am nächsten Tag

Mit schuldigem Blick

wieder zu öffnen.

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© Jale Pakhuylu, 2020 

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